Problem 1
Question
In einer Stadt liegen für 161 Jahre Niederschlagsmessungen im Monat April vor. Die Messreihe \(x_{1}, \ldots, x_{161} \quad\left(x_{i}=\right.\) Niederschlagshöhe in \(\mathrm{mm}\) im \(i\)-ten Jahr) hat das arithmetische Mittel \(\bar{x}=53.68\) und die empirische Streuung \(s=6.13 .\) Es wird angenommen, dass die Werte \(x_{1}, \ldots, x_{161}\) eine Realisierung von 161 unabhängigen, identisch \(N\left(\mu, \sigma^{2}\right)\)-verteilte \(\mathrm{Zu}-\) fallsvariablen sind. Bestimmen Sie mit Konfidenzschätzverfahren zum Niveau \(1-\alpha=0.95\) je ein konkretes Schätzintervall. a) für \(\mu\), b) für \(\sigma^{2}\) c) für \(\mu\) unter der Voraussetzung \(\sigma^{2}=6.13^{2}\). Eventuell benötigte Quantile: \(t_{160 ; 0.975}=1.9749, \quad \chi_{160 ; 0.025}^{2}=126.866, \quad \chi_{160 ; 0.975}^{2}=196.918\).
Step-by-Step Solution
VerifiedKey Concepts
arithmetisches Mittel
Zur Berechnung des arithmetischen Mittels summiert man alle Werte einer Datenreihe und teilt anschließend durch die Anzahl der Werte:
\(\bar{x} = \frac{1}{n} \sum_{i=1}^{n} x_{i} \)
Im gegebenen Beispiel haben wir 161 Jahre Niederschlagsmessungen mit einem arithmetischen Mittel von 53,68 mm. Dies bedeutet, dass der durchschnittliche Niederschlag im April über diesen Zeitraum 53,68 mm beträgt.
empirische Streuung
Zur Berechnung der empirischen Streuung, oder Standardabweichung, verwendet man die Formel:
\(\text{s} = \sqrt{\frac{1}{n-1} \sum_{i=1}^{n} (x_i - \bar{x})^2} \)
In unsere Beispiel beträgt die empirische Streuung 6,13 mm. Dies signalisiert, dass die Niederschlagswerte im April jährlich um den Mittelwert von 53,68 mm schwanken.
Konfidenzschätzverfahren
Konfidenzintervalle bieten eine Methode, um die Unsicherheit bei Schätzungen statistischer Parameter wie dem Mittelwert oder der Varianz zu quantifizieren.
Im Allgemeinen wird das Verfahren durch die Wahl eines Konfidenzniveaus (wie z.B. 95%) und der Berechnung der entsprechenden Intervalle für Parameter wie \( \mu \) oder \( \sigma^2 \) durchgeführt.
In unserem Beispiel wurden Konfidenzintervalle für den Mittelwert, die Varianz und den Mittelwert unter der Voraussetzung einer bekannten Varianz berechnet.
Chi-Quadrat-Verteilung
In unserem Beispiel wurde die Chi-Quadrat-Verteilung genutzt, um das Konfidenzintervall für \( \sigma^2 \) zu berechnen:
\( \text{CI}_{\sigma^{2}} = \frac{(n-1)s^{2}}{\chi^{2}_{n-1; \alpha/2}} \leq \sigma^{2} \leq \frac{(n-1)s^{2}}{\chi^{2}_{n-1; 1-\alpha/2}} \)
Die Chi-Quadrat-Verteilung ist asymmetrisch und variiert je nach Freiheitsgraden. In unserem Fall beträgt die Freiheitsgrade 160 (n-1).
t-Verteilung
Sie hilft bei der Berechnung des Konfidenzintervalls für den Mittelwert \( \mu \), wenn die Standardabweichung der Population unbekannt ist.
In unserem Beispiel wurde die t-Verteilung genutzt, um das Konfidenzintervall für \( \mu \) zu berechnen:
\( \text{CI}_{\text{µ}} = \bar{x} \pm t_{n-1; \alpha/2} \frac{s}{\sqrt{n}} \)
Hier wurden 160 Freiheitsgrade verwendet und dadurch der Wert 1.9749 für \( t \). Dies hilft uns, das Vertrauensniveau von 95% sicherzustellen.